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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

TenderAgent — ein Produkt der Därang Consulting UG (haftungsbeschränkt)
Stand: April 2026 · Version 1.0

Anbieter
Därang Consulting UG (haftungsbeschränkt)
Ginsterweg 10, 49835 Wietmarschen
Geschäftsführer: Jörg Jungedeitering
Handelsregister: HRB 24846 KI, Amtsgericht Kiel
E-Mail: hello@tender-agent.com

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen ("AGB") der Därang Consulting UG (haftungsbeschränkt), Ginsterweg 10, 49835 Wietmarschen ("Anbieter"), gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform TenderAgent ("Plattform" oder "Software"), die der Anbieter mit Unternehmern im Sinne des § 14 BGB ("Kunde") schließt.

(2) TenderAgent wird ausschließlich an Unternehmer (B2B) vertrieben. Eine Nutzung durch Verbraucher im Sinne des § 13 BGB ist ausgeschlossen. Der Kunde versichert mit Vertragsschluss, dass er die Plattform ausschließlich zu gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Zwecken nutzt.

(3) Entgegenstehende oder abweichende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden haben keine Geltung, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

(4) Individuelle vertragliche Vereinbarungen (z. B. Service Level Agreements, Enterprise-Verträge) haben Vorrang vor diesen AGB.

§ 2 Leistungsbeschreibung

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden die Plattform TenderAgent als Software-as-a-Service (SaaS) über das Internet zur Verfügung. Die Plattform umfasst je nach gebuchtem Tarif folgende Module: AssetBase (DIN-276-Wissensdatenbank, Maßnahmenverwaltung, Richtlinien, Parameterstruktur), LV-Generator (CSV/Excel-Import von Anlagendaten, automatische DIN-276-Zuordnung, LV-Erstellung und Export), KI-Paket (KI-gestützter FM-Assistent auf Basis von Large Language Models) und Bundle (Kombination aus AssetBase und LV-Generator).

(2) Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden Leistungsbeschreibung sowie dem gebuchten Tarif (vgl. § 6).

(3) Der Anbieter erbringt die Leistung auf Servern der Hetzner Online GmbH mit Standort in Deutschland. Ein Anspruch des Kunden auf einen bestimmten Serverstandort besteht nicht, sofern nicht individuell vereinbart.

(4) Der Anbieter ist berechtigt, zur Erbringung der Leistungen Unterauftragnehmer einzusetzen, insbesondere für Zahlungsabwicklung (Stripe Payments Europe Ltd.), Hosting (Hetzner Online GmbH) und weitere technische Dienstleister. Die datenschutzrechtliche Verantwortung bleibt beim Anbieter.

(5) Der Anbieter behält sich vor, die Plattform weiterzuentwickeln, neue Funktionen hinzuzufügen oder bestehende Funktionen anzupassen, sofern dadurch der vertraglich vereinbarte Leistungsumfang nicht wesentlich eingeschränkt wird. Wesentliche Einschränkungen werden dem Kunden gemäß § 12 dieser AGB mitgeteilt.

§ 3 Vertragsschluss und Nutzungskonten

(1) Der Vertrag kommt durch die Registrierung des Kunden auf der Plattform und den Abschluss eines Abonnements (Self-Service-Checkout) oder durch eine individuelle schriftliche Vereinbarung (Enterprise) zustande.

(2) Mit der Registrierung und dem Abschluss des Abonnements akzeptiert der Kunde diese AGB sowie die Datenschutzerklärung des Anbieters.

(3) Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung vollständige und wahrheitsgemäße Angaben zu machen, insbesondere zur Firma, zur vertretungsberechtigten Person sowie zur Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (sofern vorhanden).

(4) Pro Organisation wird ein Administratoren-Account angelegt. Der Kunde ist verantwortlich für die Verwaltung der Nutzerkonten innerhalb seiner Organisation.

(5) Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten vertraulich zu behandeln und unbefugten Dritten keinen Zugang zu gewähren. Bei Verdacht auf Missbrauch ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.

(6) Der Anbieter ist berechtigt, einen Plattform-Administratoren-Account zu unterhalten, der zu internen Wartungs-, Support- und Qualitätssicherungszwecken Zugang zu allen Organisationen und Projekten hat. Dieser Account wird nicht als gebuchter Nutzer-Seat gezählt.

§ 4 Nutzungsrechte

(1) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Laufzeit des Vertrages ein nicht ausschließliches, nicht übertragbares, auf die Anzahl der gebuchten Nutzer (Seats) beschränktes Recht zur Nutzung der Plattform im Rahmen des gebuchten Tarifs ein.

(2) Das Nutzungsrecht umfasst ausschließlich den bestimmungsgemäßen Gebrauch der Plattform über einen Webbrowser oder die bereitgestellten Schnittstellen (API, soweit freigeschaltet).

(3) Dem Kunden ist nicht gestattet: die Plattform oder Teile davon zu vervielfältigen, zu dekompilieren, zu disassemblieren oder in sonstiger Weise zu reverse-engineeren; die Plattform Dritten außerhalb der eigenen Organisation entgeltlich oder unentgeltlich zur Nutzung zu überlassen oder weiterzulizenzieren; automatisierte Zugriffe (Scraping, Crawling) vorzunehmen, die über die bereitgestellte API-Nutzung hinausgehen; die Plattform zur Entwicklung konkurrierender Produkte oder Dienstleistungen zu nutzen; Sicherheitsmechanismen der Plattform zu umgehen oder zu beeinträchtigen.

(4) Mit Vertragsende erlischt das Nutzungsrecht vollständig.

§ 4a Schutz der AssetBase-Wissensdatenbank

(1) Die im Modul AssetBase bereitgestellten Inhalte — insbesondere DIN-276-Zuordnungen, Kostengruppen, Maßnahmenkataloge, technische Richtlinien und Parameterstrukturen ("AssetBase-Inhalte") — stellen ein urheberrechtlich geschütztes Datenbankwerk gemäß §§ 4, 87a UrhG sowie ein Geschäftsgeheimnis im Sinne des § 2 GeschGehG des Anbieters dar.

(2) Das Nutzungsrecht des Kunden an den AssetBase-Inhalten beschränkt sich ausschließlich auf die bestimmungsgemäße Verwendung innerhalb der TenderAgent-Plattform. Insbesondere ist dem Kunden untersagt: die AssetBase-Inhalte ganz oder teilweise zu exportieren, zu kopieren oder außerhalb der Plattform zu speichern, soweit dies nicht im Rahmen der regulären Ergebnisexporte (z. B. Leistungsverzeichnisse, Berichte) erfolgt; die AssetBase-Inhalte in eigene Systeme, Datenbanken oder Software Dritter zu übernehmen oder dort nachzubilden; die Struktur, Logik oder Systematik der AssetBase-Inhalte zu analysieren, zu dokumentieren oder für die Entwicklung konkurrierender Produkte zu verwenden; Dritten — auch innerhalb verbundener Unternehmen — Zugang zu den AssetBase-Inhalten zu gewähren, der über die vertragsgemäße Nutzung hinausgeht.

(3) Exportierte Ergebnisse (z. B. Leistungsverzeichnisse, DIN-276-Zuordnungen in Projektdokumenten) darf der Kunde im Rahmen seiner gewerblichen Tätigkeit uneingeschränkt verwenden. Das Verbot nach Abs. 2 bezieht sich ausschließlich auf die AssetBase-Rohdaten und -Strukturen, nicht auf projektbezogene Ergebnisdokumente.

(4) Bei einem Verstoß gegen diese Bestimmungen ist der Anbieter berechtigt, neben der außerordentlichen Kündigung Schadensersatz sowie Unterlassung geltend zu machen. Der Anbieter ist zudem berechtigt, den Zugang zur Plattform bei einem schwerwiegenden oder wiederholten Verstoß mit sofortiger Wirkung zu sperren.

§ 5 Pflichten und Obliegenheiten des Kunden

(1) Der Kunde ist für alle von ihm oder seinen Nutzern in die Plattform eingegebenen Daten, Inhalte und Dateien ("Kundendaten") allein verantwortlich. Der Anbieter überprüft Kundendaten nicht auf Rechtmäßigkeit, Richtigkeit oder Vollständigkeit.

(2) Der Kunde stellt sicher, dass die Verarbeitung seiner Kundendaten auf der Plattform rechtmäßig ist, insbesondere dass erforderliche datenschutzrechtliche Einwilligungen vorliegen oder eine sonstige Rechtsgrundlage nach der DSGVO gegeben ist.

(3) Der Kunde ist verpflichtet, regelmäßig eigene Datensicherungen der für ihn relevanten Daten vorzunehmen. Hierzu stellt die Plattform Export-Funktionen bereit. Der Anbieter übernimmt keine Garantie für die Vollständigkeit oder dauerhafte Verfügbarkeit der Daten.

(4) Der Kunde ist verpflichtet, den Anbieter unverzüglich zu informieren, wenn er Störungen, Fehler oder Sicherheitsvorfälle bemerkt.

(5) Der Kunde trägt die Verantwortung dafür, dass seine Nutzer diese AGB kennen und einhalten.

§ 6 Preise, Zahlungsbedingungen und Abrechnung

(1) Die aktuell geltenden Preise und Tarifbeschreibungen sind auf der Plattform und der Website des Anbieters veröffentlicht. Es gelten die Preise zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses.

(2) Alle Preise verstehen sich als Nettopreise zuzüglich der zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung gesetzlich geltenden Umsatzsteuer. Für Kunden mit gültiger Umsatzsteuer-Identifikationsnummer aus einem anderen EU-Mitgliedstaat gilt das Reverse-Charge-Verfahren gemäß § 13b UStG.

(3) Die Abrechnung erfolgt monatlich oder jährlich, je nach gewähltem Abrechnungszeitraum.

(4) Die Zahlung erfolgt bargeldlos per Rechnung, SEPA-Lastschrift oder Kreditkarte über den Zahlungsdienstleister Stripe. Der Kunde ermächtigt den Anbieter bei Wahl der SEPA-Lastschrift zur wiederkehrenden Abbuchung. Das SEPA-Mandat wird im Rahmen des Checkout-Prozesses erteilt.

(5) Rechnungen werden automatisch durch den Zahlungsdienstleister Stripe erstellt und per E-Mail an die vom Kunden hinterlegte Rechnungsadresse versandt. Rechnungen stehen zudem im Self-Service-Portal des Kunden zum Download bereit.

(6) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt: Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz (§ 288 Abs. 2 BGB) zu berechnen; den Zugang zur Plattform nach schriftlicher Mahnung und Ablauf einer angemessenen Nachfrist zu sperren; den Vertrag nach ergebnislosem Ablauf einer weiteren Nachfrist außerordentlich zu kündigen.

(7) Der Anbieter behält sich das Recht vor, Preise mit einer Ankündigungsfrist von vier (4) Wochen zum nächsten Abrechnungszeitraum anzupassen. Der Kunde hat in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Preisänderung.

(8) Der Tarif "Enterprise" wird individuell vertraglich vereinbart und ist nicht über den Self-Service-Checkout buchbar.

§ 7 Laufzeit und Kündigung

(1) Monatstarife: Verträge mit monatlicher Abrechnung haben eine Mindestlaufzeit von einem (1) Monat und verlängern sich automatisch um jeweils einen weiteren Monat, sofern sie nicht mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums gekündigt werden.

(2) Jahrestarife: Verträge mit jährlicher Abrechnung haben eine Mindestlaufzeit von zwölf (12) Monaten und verlängern sich automatisch um jeweils ein weiteres Jahr, sofern sie nicht mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende der Vertragslaufzeit gekündigt werden.

(3) Die Kündigung erfolgt über das Self-Service-Kundenportal (Stripe Customer Portal) oder in Textform (E-Mail an support@tender-agent.com).

(4) Nach einer Kündigung bleibt der Zugang zur Plattform bis zum Ende des bezahlten Abrechnungszeitraums bestehen. Eine anteilige Erstattung bereits bezahlter Beträge erfolgt nicht, soweit gesetzlich nicht zwingend vorgeschrieben.

(5) Außerordentliche Kündigung: Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Mahnung und Nachfristsetzung mit zwei Monatsbeiträgen in Verzug ist, gegen wesentliche Pflichten dieser AGB verstößt und den Verstoß nach Abmahnung nicht abstellt, oder Insolvenz beantragt bzw. ein Insolvenzverfahren eröffnet wird.

(6) Datenlöschung nach Vertragsende: Nach Vertragsende werden die Kundendaten für einen Zeitraum von 90 Tagen aufbewahrt, damit der Kunde seine Daten exportieren kann. Nach Ablauf dieser Frist werden alle Kundendaten unwiderruflich gelöscht. Der Anbieter ist nicht verpflichtet, den Kunden an die ablaufende Frist zu erinnern.

§ 8 Verfügbarkeit und Support

(1) Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst hohe Verfügbarkeit der Plattform (Best Effort). Ein Anspruch auf eine bestimmte Verfügbarkeit oder auf ein bestimmtes Service Level besteht nicht, sofern nicht individuell schriftlich vereinbart.

(2) Geplante Wartungsarbeiten werden dem Kunden nach Möglichkeit im Voraus angekündigt. Ungeplante Ausfälle können ohne vorherige Ankündigung eintreten.

(3) Support: Der Anbieter bietet technischen Support ausschließlich für Unternehmenskunden per E-Mail (support@tender-agent.com) mit einer Reaktionszeit innerhalb von 24 Stunden (Werktage Montag–Freitag).

(4) Support umfasst die Unterstützung bei bestimmungsgemäßer Nutzung der Plattform. Nicht umfasst sind Leistungen wie individuelle Programmierarbeiten, Datenmigrationen oder Schulungen, soweit nicht gesondert vereinbart.

(5) Bei schwerwiegenden Störungen, die die Nutzbarkeit der Plattform vollständig verhindern, bemüht sich der Anbieter um eine unverzügliche Behebung.

§ 9 Haftung und Gewährleistung

9.1 Haftungsbeschränkung

(1) Der Anbieter haftet — gleich aus welchem Rechtsgrund — nur für Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung des Anbieters der Höhe nach begrenzt auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden, maximal jedoch auf den Betrag, den der Kunde im Rahmen des jeweiligen Vertrages in den zwölf (12) Monaten vor dem schadensbegründenden Ereignis an den Anbieter gezahlt hat.

(3) Jegliche weitergehende Haftung des Anbieters ist — soweit gesetzlich zulässig — ausgeschlossen, insbesondere für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn; Datenverlust (soweit der Kunde seinen Sicherungspflichten gemäß § 5 Abs. 3 nachgekommen wäre); Schäden durch Dritte, höhere Gewalt oder technische Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters.

(4) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht bei Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, bei arglistigem Verschweigen eines Mangels sowie bei Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz.

9.2 Keine Gewährleistung für Daten und Ergebnisse

(5) Die Plattform stellt Werkzeuge zur Strukturierung, Zuordnung und Verarbeitung von Daten bereit. Der Anbieter übernimmt keine Gewährleistung und keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der in der Plattform hinterlegten Referenzdaten (insbesondere DIN-276-Zuordnungen, Kostengruppen, Maßnahmen, Richtlinien); die Korrektheit automatisch erzeugter Zuordnungen, Matching-Ergebnisse oder Berechnungen; die Eignung der erzeugten Leistungsverzeichnisse oder sonstigen Ausgaben für einen bestimmten Verwendungszweck.

(6) Der Kunde ist verpflichtet, alle durch die Plattform erzeugten Ergebnisse vor ihrer Verwendung auf Richtigkeit und Vollständigkeit zu prüfen. Eine eigenverantwortliche fachkundige Kontrolle durch den Kunden ist zwingend erforderlich. Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die aus der unkritischen Übernahme automatisch erzeugter Ergebnisse entstehen.

9.3 KI-generierte Inhalte

(7) Die Plattform enthält Funktionen, die auf Künstlicher Intelligenz und Large Language Models (LLM) basieren (insbesondere das Modul "KI-Paket" / FM-Assistent). KI-generierte Inhalte, Texte, Empfehlungen und Antworten können sachlich unrichtig, unvollständig, veraltet oder für den konkreten Anwendungsfall ungeeignet sein ("Halluzinationen"). Der Anbieter übernimmt keine Haftung für die inhaltliche Richtigkeit KI-generierter Ausgaben. KI-generierte Inhalte ersetzen keine fachkundige Beratung (z. B. durch Architekten, Ingenieure, Juristen oder sonstige Fachleute). Der Kunde ist verpflichtet, KI-generierte Inhalte vor ihrer Verwendung eigenverantwortlich zu prüfen und zu validieren. Entscheidungen mit rechtlicher, finanzieller oder sicherheitsrelevanter Wirkung dürfen nicht ausschließlich auf Basis KI-generierter Inhalte getroffen werden.

§ 10 Datenschutz und Datensicherheit

(1) Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten erfolgt auf Grundlage der geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere der DSGVO und des BDSG. Details regelt die gesonderte Datenschutzerklärung des Anbieters.

(2) Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet, schließen die Parteien einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO ab. Ein Muster-AVV wird auf Anfrage bereitgestellt.

(3) Die Plattform wird auf Servern der Hetzner Online GmbH in Deutschland betrieben. Der Anbieter trifft angemessene technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs) zum Schutz der Kundendaten.

(4) Der Zahlungsverkehr wird über Stripe Payments Europe Ltd. abgewickelt. Zahlungsdaten (Kreditkartendaten, SEPA-Bankdaten) werden ausschließlich bei Stripe gespeichert und verarbeitet. Der Anbieter speichert keine Zahlungsdaten auf eigenen Systemen.

§ 11 Vertraulichkeit

(1) Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen des Vertragsverhältnisses erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich zu behandeln und Dritten nicht zugänglich zu machen, sofern dies nicht zur Vertragserfüllung erforderlich ist.

(2) Als vertraulich gelten insbesondere Geschäftsdaten, technische Informationen, Preisstrukturen, Kundendaten sowie sonstige Informationen, die als vertraulich gekennzeichnet sind oder deren vertraulicher Charakter sich aus den Umständen ergibt.

(3) Diese Verpflichtung gilt nicht für Informationen, die dem Empfänger bereits bekannt waren, öffentlich zugänglich sind oder die aufgrund gesetzlicher Verpflichtung offengelegt werden müssen.

(4) Die Vertraulichkeitsverpflichtung gilt für die Dauer des Vertragsverhältnisses sowie für einen Zeitraum von drei (3) Jahren nach dessen Beendigung.

§ 12 Änderungen der AGB und Leistungen

(1) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB und die Leistungsbeschreibungen mit einer Ankündigungsfrist von vier (4) Wochen zu ändern. Die Ankündigung erfolgt per E-Mail an die vom Kunden hinterlegte E-Mail-Adresse sowie durch einen Hinweis in der Plattform.

(2) Widerspricht der Kunde den geänderten AGB nicht innerhalb von vier (4) Wochen nach Zugang der Änderungsmitteilung in Textform, gelten die geänderten AGB als angenommen. Auf diese Rechtsfolge wird der Anbieter in der Änderungsmitteilung ausdrücklich hinweisen.

(3) Widerspricht der Kunde den Änderungen fristgerecht, hat er das Recht, den Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderungen ordentlich zu kündigen. In diesem Fall erstattet der Anbieter anteilig bereits bezahlte Beträge für Zeiträume nach Vertragsende.

(4) Änderungen, die lediglich der Klarstellung dienen oder den Kunden nicht benachteiligen, können ohne Ankündigungsfrist vorgenommen werden.

§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Anwendbares Recht: Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

(2) Gerichtsstand: Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist — soweit gesetzlich zulässig — Frankfurt am Main. Der Anbieter ist jedoch berechtigt, den Kunden auch an seinem allgemeinen Gerichtsstand zu verklagen.

(3) Schriftform: Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Textform (E-Mail genügt), soweit in diesen AGB nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist.

(4) Salvatorische Klausel: Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.

(5) Abtretungsverbot: Der Kunde ist nicht berechtigt, Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Anbieters auf Dritte zu übertragen.

(6) Gesamtheit des Vertrages: Diese AGB sowie die im Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltende Leistungsbeschreibung und Preisliste bilden die gesamte Vereinbarung zwischen den Parteien zum Gegenstand dieser AGB und ersetzen alle vorherigen mündlichen oder schriftlichen Vereinbarungen hierüber.